38. Open Untergrombach

Nachdem das traditionsreiche Open des SC Untergrombach im letzten Jahr coronabedingt ausfallen musste, fand es in diesem Jahr wieder statt. Die weitläufige Bundschuh-Halle bot nicht nur „horizontal“ viel Platz sondern auch „vertikal“ gab es aufgrund der Raumhöhe eine gute Luftzirkulation. Diese idealen Bedingungen erleichterten dem Verein die Entscheidung, das Open in diesem Jahr stattfinden zu lassen. Andere Open, in denen zum Teil in engen Hotelräumen mit niedrigen Decken gespielt wird, wurden dagegen abgesagt. So gab es keine Open in Böblingen, Schwäbisch Gmünd (Stauferopen) oder in Frankenthal (Pfalz). Auch im Rest von Deutschland bot sich ein ähnliches Bild – was unmittelbare Auswirkungen auf das Teilnehmerfeld in Untergrombach hatte. Anstatt jede Menge Hobbyspieler aus der näheren Umgebung sah man in diesem Jahr ambitionierte, zum Teil sehr junge Spieler aus ganz Deuschland. Da hatte es manch langjähriger Teilnehmer plötzlich mit U14 Gegnern zu tun, deren DWZ noch von vor Corona-Zeiten stammt und damit um hunderte Punkte zu niedrig ist. Paradebeispiel die spätere Turniersiegerin, Eline Roebers (Niederlande): Erst 15 Jahre alt, erst während Corona international in Erscheinung getreten, ELO vor Corona 2073, dann 15 Monate kein Turnier, von Juli bis Dezember: Steigerung auf 2365, das sind 300 Punkte in sechs Monaten! Und nach der vorläufigen ELO Auswertung wird ihre neue Zahl bei knapp 2400 liegen – Wahnsinn!

Vom SCNÖ starteten Birgit Schneider im A-Turnier und Michael Lahm im B-Turnier. Birgit hatte es unter anderem mit besagten U14 Spielern zu tun sowie in der ersten Runde mit einem internationalen Meister. So ist das Ergebnis mit 3 Punkten aus 7 Partien keine große Überraschung. Der einzige Sieg gelang ihr ausgerechent gegen Namensvetter Thomas Schneider von den SF Oberreichenbach. Michael Lahm erreichte ebenfalls 3 Punkte aus 7 Partien, seinen einzigen Sieg erzielte auch er gegen einen alten Bekannten aus dem Bezirk – Jörg Uhlarz vom SC Mühlacker.

Das Turnier war wie immer bestens organisiert, Corona Regeln keine Problem, die meisten Spieler behielten auch am Brett ihre Maske auf. Verpflegung wie immer prima, das Kuchenbuffet einsame Spitze! Auch das Wetter spielte mit, keine unangenehmen Überraschungen bei der morgendlichen Anfahrt. Für testpflichtige Teilnehmer befand sich die Untergrombacher Teststation in ca. 300m Abstand auf dem EDEKA Parkplatz.

Mein Fazit: Ich war bisher der Meinung, dass wir wegen Corona ruhig mal mit Schach pausieren sollten, nun sehe ich das etwas anders: Wenn ich an die vielen jungen Spieler denke, die ewig lange Anreisen und Hotelaufenthalte auf sich genommen haben, nur um mal wieder „richtige“ Partien spielen zu können, fand ich es prima, das dies in Untergrombach wieder möglich war. Und noch was habe ich gelernt: Man kann Schach wirklich sehr gut mit FFP2 Maske spielen!

In diesem Sinne – wo gibts das nächste Turnier?
Berichte und Fotos hier: https://sc-untergrombach.de/aktuelles.html

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