Beim Grenke Chess Open in Karlsruhe spielten über Ostern „Masse und Klasse“ an einem Ort. Beides zusammen ergab ein besonderes Flair – und das weltweit größte Schachturnier. Rund 3.500 Teilnehmer aus 56 Ländern waren über die Ostertage in Karlsruhe aktiv. Aus Deutschland kamen die meisten, viele aus Frankreich und der Schweiz, aber auch aus der Türkei, der Ukraine und Indien, nicht zu vergessen Madagaskar, die Philippinen und sogar aus Australien war eine Spielerin angereist. In den beiden Hallen des Kongresszentrums stand Brett an Brett – 1.750 Schachbretter samt den dazugehörigen 56.000 Schachfiguren! So war es vor jeder Runde eine Herausforderung in dem Gewusel und Gewimmel sein Brett zu finden. Bei zwei Partien pro Tag, die Erste Vormittags um zehn Uhr, die Zweite Nachmittags um 16 Uhr, war das Turnier ein psychischer und körperlicher Kraftakt. Alle, auch die Topstars wie Carlsen und Keymer, waren nach einem Turniertag ziemlich erledigt und ausgelaugt. Außer zum Schach spielen, Essen und Schlafen kamen wir zu nichts- Bei uns kamen noch die täglichen – wenigstens staufreien – Hin- und Rückfahrten dazu.
Zum Turnierverlauf: Gespielt wurde in zwei Turnieren (klassisches Schach sowie Freestyle), jeweils unterteilt in drei Leistungsklassen (A, B und C). Michael ist im “A-Open Freestyle” angetreten, zusammen mit Vincent Keymer und Magnus Carlsen in einem Turnier zu spielen geht eben nur in Karlsruhe! Ganz zufrieden ist er nicht mit seinem Ergebnis (2,5 Punkte aus 9 Partien), aber es war auch sein erstes Freestyle Turnier. Beim Freestyle wird die Aufstellung der Figuren vor der ersten Runde ausgelost, und man bekommt so ganz neue Stellungen aufs Brett. Birgit und Leon im klassichen B-Turnier hatten es oft mit sehr jungen Spielern zu tun und haderten mit manchem Partieverlauf. Birgit hatte am Ende 4,5 Punkte und Leon 3 Punkte in der Ergebnisliste stehen. Hynek und Luca spielten im klassischen C-Turnier und kamen beide auf drei Punkte. Für Luca war es das erste Turnier und er dürfte sich eine DWZ erspielt haben.



